Warum besitzen manche Menschen ein sehr hohes Maß an Resilienz, während andere an schwierigen Herausforderungen verzweifeln? Es wurde viel in diesem Bereich geforscht. Forscher haben herausgefunden, dass bestimmtes Verhalten hilfreiche Unterstützung bzw. Selbsthilfe- Möglichkeiten bieten. Damit wichtige Bereiche wie Selbstbestimmung im Leben zurückgewinnen. Ich werden diese Selbsthilfe- Möglichkeiten in den nächsten Tagen mit Dir teilen. Beurteile jede dieser Unterstützungs-Impulse, um zu sehen, inwieweit auch Du sie für Dich einsetzen magst. Ich empfehlen Dir, sie für Dich selbst zu übernehmen, wenn Du Dich in einer belastenden Situation befindest. In einer Phase, in der vielleicht die Hoffnungslosigkeit überwiegt, in der alles trist und die Zukunft alles andere als rosig erscheint. Aber glaube mir ALLES im Leben geht vorüber, und das gilt auch für diese schwierigen Zeiten

Impuls1. Mitgefühl entwickeln.
Da hast Mitgefühl vielleicht nicht vergessen, aber jetzt scheint es Dir ein Luxus zu sein, den Du Dir nicht mehr leisten magst. Aber wer mit sich selbst Mitgefühl hat, ist resilienter.
Eine Klientin erzählte vom andauernden Druck, unter widrigen Umständen Leistungen zu erbringen: „Wenn ich wach war, war ich müde“. Für viele Menschen führt Ermüdung zu Wut, Ablehnung und Bitterkeit anstatt zu Freundlichkeit, Mitgefühl oder Empathie. Der Mangel an offenkundigem Mitgefühl in der Gesellschafft herrscht vielleicht nicht trotz, sondern gerade aufgrund der technischen Fortschritte der jüngsten Zeit.
Selbstmitgefühl wird oft mit Selbstmitleid verwechselt. Letzteres sei schädlich, Ersteres könne sehr heilsam sein. Es bedeute, sich selbst anzunehmen und sich selbst auch einmal einen Fehler zu verzeihen, eben Mitgefühl mit sich selbst zu zeigen, nicht allzu streng mit sich zu sein. Bestätigung, Wohlwollen Empathie, Verständnis auch bei Dir?. Was Du Dir und Deinem inneren Kind gibst, fühlt sich vielleicht oft unpersönlich an. eine Haltung, die man so ausdrücken könnte: „Natürlich bist ich mir wichtig. Ich kümmere mich doch schließlich um mich, oder?
„Wenn wir voller Achtsamkeit in der Gegenwart ruhen, ist Mitgefühl die natürliche Reaktion auf das Leiden um uns herum“, Joseph Goldstein Meditationslehrer.
Wenn Du achtsam offen bleibst, nicht sofort bewertest und urteilst, dann bist Du dabei, so etwas wie emotionale Weisheit und Mitgefühl zu schaffen. Dann geht Dir auch Deine Liebe zu Dir selbst nicht so schnell verloren.

Impuls2. Gefühle / Empfindungen z.B. Trauer von der Seele schreiben.
Studien, die belegen, dass Selbstmitgefühl durch therapeutisches Schreiben gestärkt werden kann. Forscher haben verschiedene Theorien, weshalb das Schreiben entlasten kann. Wahrscheinlich sind es mehrere Mechanismen, die ineinandergreifen. Den Seelenkummer in Worte zu fassen und sich damit zu offenbaren, schmälert diesen schon. Noch wichtiger ist aber ein anderer Effekt, meint Pennebaker. „Wenn wir schreiben, reflektieren wir, wir analysieren und fügen Gefühle und Gedanken zu einer kohärenten Geschichte zusammen. Nachdem wir das getan haben, können wir damit eher abschließen. Wir haben wieder geistige Ressourcen für anderes.“ 
Schreiben über traumatische Ereignisse hilft demnach dem psychischen Immunsystem auf die Sprünge, entlastet die Empfindungen und hilft bei der Verarbeitung des Geschehenen. Auf den Punkt gebracht: Wer seine Gefühle / Emotionen in Worte fasst, kann sie besser beherrschen.

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